Sardis Verlag

Unsere nächste große Karte der Antiken Welt!

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Mit den Frühling ist auch die Zeit gekommen, unsere nächste große Karte der Antiken Welt anzukündigen! Diese neue Karte, welche unserem Erstlingswerk der Karte des Imperium Romanum im Jahr 211 n. Chr. folgt, zeigt die Oikumene, den den Griechen bekannten Teil der Welt an der Wende vom 6. zum 5. Jahrhundert v. Chr.

Das 6. Jahrhundert v. Chr. war eine faszinierende, ungemein farbenfrohe Epoche des Aufschwungs, und der Auf- und Umbrüche. In dieser Zeit formierte sich die klassische Antike Welt der nächsten 1000 Jahre, deren prägender Einfluss bis in unsere Gegenwart reicht. Etwa durch das Konzept des Bürgerrechts, das entstand als in den immer größer und komplexer werdenden Stadtstaaten jener Zeit das Zusammenleben zunehmend auf Basis verbindlicher und fixierter Gesetzte geregelt werden musste.

Die voran gegangenen Jahrhunderte waren bestimmt gewesen von den großen Kolonisationsbewegungen der Griechen und Phönizier, welche auf der Suche nach Land und Handelspartnern ins Unbekannte vorstießen, und die Küsten der Meere mit einem Netz von Stützpunkten und Koloniestädten überzogen.

Nun aber standen die unzähligen, einer Vielzahl an Kulturen zugehörigen Stadtstaaten rings um das Mittelmeer durch den Fernhandel in regem Austausch miteinander. Vom Land der Skythen an den nördlichen Küsten des schwarzen Meeres, von Ägypten und dem Inneren Afrikas bis in das Land der Hallstatt Kelten nördlich der Alpen verbreiteten sich die Produkte Griechenlands und Etruriens, welche sich heute bei Ausgrabungen von Siedlungen und Grabhügeln wiederfinden lassen.

Beispiele zeitgenössicher Kunst: Kouros von Samos (Foto: Adam Carr), Keltenfürst von Glauberg (Foto: Heinrich Stürzl), Apollo von Veii (Foto: Giorces), alle Wikimedia Commons.

Beispiele zeitgenössicher Kunst: Kouros von Samos (Foto: Adam Carr), Keltenfürst von Glauberg (Foto: Heinrich Stürzl), Apollo von Veii (Foto: Giorces), alle Wikimedia Commons.

Mit der Heuneburg und ihrer Lehmziegelmauer nach mediterranem Vorbild entstand eine erste stadtartige Siedlung im Süden des heutigen Deutschland. Am Atlantik stießen die Westphönizier entlang der afrikanischen und portugiesischen Küsten nach Norden und Süden vor und wurden bald darauf von Karthago unter dessen Führung vereinigt.

Im Osten errichteten die Perser das erste wirkliche Weltreich der Geschichte, das eine Vielfalt unterschiedlichster Kulturen von Baktrien bis Ägypten umfasste. Seine Konfrontation mit den Städten von Hellas sollte dort die nächsten Jahrzehnte prägen. Zudem erreichte das noch junge Perserreich zu dieser Zeit unter seinem Großkönig Dareios I. und dessen Nachfolger Xerxes seine größte Ausdehnung.

Behistun-Inschrift welche die Siege und Erreignisse während Dareios Machtergreifung zelebriert(Foto: Hara1603, Wikimedia Commons)

Behistun-Inschrift welche die Siege und Erreignisse während Dareios Machtergreifung zelebriert(Foto: Hara1603, Wikimedia Commons)

Auch im Westen kam es zu Konflikten zwischen dem aufstrebenden Bund der etruskischen Städte, Karthago, der sich neu definierenden Schutzmacht der Westphönizier mit eigenen Ambitionen, und den Kolonien der Griechen, welche in den Schlachten bei Himera und Kyme gipfeln sollten. Wie vielerorts zu jener Zeit wurden auch in Rom, das eine erste große Blüte erlebte, die Könige gestürzt und es entstand jene Republik, die später alle anderen Städte überflügeln sollte.

Modell des archaischen Roms zur Zeit der Tarquinier im Museo della Civiltà Romana. (Foto: Autor)

Modell des archaischen Roms zur Zeit der Tarquinier im Museo della Civiltà Romana. (Foto: Autor)

Es war aber auch eine Epoche reich an großen Denkern und Persönlichkeiten: Die als Begründer der westlichen Philosophie und Wissenschaft geltenden Vorsokratiker wie Pythagoras von Samos, Heraklit von Ephesus, Thales oder der Geograph Hekataios von Milet lebten neben Tyrannen wie Phalaris von Akragas oder Polykrates von Samos.

Tunnel des Eupalinos aus dem 6. Jhdt. v Chr auf Samos. (Foto: Autor)

Tunnel des Eupalinos aus dem 6. Jhdt. v Chr auf Samos. (Foto: Autor)

Diese Welt ist uns insbesondere im zeitlosen Werk des Herodot von Halikarnassos, dem Vater der Geschichtsschreibung, gut zugänglich überliefert. Ziel unserer nächsten Karte ist es, diese Welt wieder lebendig werden zu lassen und weit über dei Worte Herodots hinaus auf dem heutigen Wissensstand zu ergänzen.

Geplante Features:

  • Die Antike Welt von Tartessos am Atlantik bis Baktrien in Zentralasien, von Kusch und Südarabien bis zum Land der Kelten in Mitteleuropa
  • Der Zustand an der Wende vom 6. zum 5. Jahrhundert v. Chr., der Zeit der großen Perserkriege
  • Detailkarten: "Latium Vetus und sein Umfeld am Ende der archaischen Epoche", sowie "Das Klassische Griechenland vor dem peloponnesischen Krieg".
  • Eine Karte welche die Welt aus Herodots Historien in Gänze wiedergibt
  • Handelswege und Rohstoffvorkommen
  • Häfen, Städte und Emporien, aufgetrennt nach Bedeutung und Völkern
  • Völker und Regionen
  • Die Grenzen der wichtigsten Stadstaaten und sämtlicher Flächenstaaten, sowie der Satrapien des Perserreichs
  • Die bedeutendsten Heiligtümer der Zeit

Das von unserer Karte abgedeckte Gebiet:

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir in einer Reihe von Blogposts an dieser Stelle die Entstehung unserer neuen Karte der Antiken Welt begleiten.